Drucken

Gemeinde kauft Alte Schule zurück

Geschrieben von Thomas Link am .

Bewertung:  / 3
SchwachSuper 

Gem 2018 B - Ansicht Straße - Kopie

Ein „bedeutender Schritt für Rehborn nach vier Jahren intensiver und teilweise schwieriger Vorarbeit!“, kommentierte Rehborns Ortsbürgermeister Thomas Link einen Dreifach-Beschluss des Ortsgemeinderates zum Thema „Bürgerhaus“.

Denn der Rehborner Gemeinderat hat am Dienstag einstimmig bei drei Enthaltungen beschlossen, das Protestantische Gemeindehaus von der Kirchengemeinde zu erwerben. Damit kommt die frühere Rehborner Schule zurück in den kommunalen Besitz. Die Kirchengemeinde erhält jedoch ein langfristiges Mitnutzungsrecht eines Raumes.

Da genaue Planungen und Anträge für einen Umbau der Innenräume noch folgen müssen, fassten die Kommunalpolitiker mehrheitlich zwei weitere Beschlüsse.

Gem 2018 B - Ansicht Turnplatz - Kopie

So soll der künftige Gemeindesaal nach der ersten Vorplanung mit rund 200 Sitzplätzen nach Möglichkeit neben der Alten Schule auf dem Turnplatz entstehen, mit dieser durch einen etwa sechs Meter langen Übergang verbunden sein. Damit eine Barrierefreiheit erreicht wird, steht die etwa 18,5 auf 18,5 Meter große Halle auf Säulen. Das hat unter anderem den Vorteil, dass für alle Veranstaltungen genügend Parkplätze auf eigenem Gelände vorhanden sind. Zudem steht so für Außenveranstaltungen ein großer überdachter Bereich zur Verfügung. Die Halle selbst soll einstöckig sein und möglichst wenig der denkmalgeschützten Schule verdecken. Vom alternativen Hallenstandort auf dem unteren Teil des Turnplatzes und damit auf der neu erworbenen Fläche nahm die Ratsmehrheit Abstand.

Beschlossen wurde vom Rat auch, nach Vollzug des Schule-Ankaufs umgehend den Meisenheimer Ingenieur Gernot Zoller mit der Bauplanung zu beauftragen. Dieser hatte nach mehreren Treffen mit der Arbeitsgruppe und dem Rat bereits Skizzen angefertigt sowie die Hallenausmaße vor der Ratssitzung auf dem Turnplatz markiert. Nach dem Vorliegen erster Pläne werden die Bürger und insbesondere die Vereine in die Detailplanung eingebunden, bevor es in die Abstimmung mit Bau- und Denkmalamt geht.

Der Ortsbürgermeister dankte allen Ratsmitgliedern und Unterstützern, die das Projekt „Bürgerhaus und Versammlungsraum für Rehborn“ in „fast unzähligen Besprechungen“ und Besichtigungsfahrten begleiteten. Rat und Abstimmung werde auch künftig für die Detailplanung unumgänglich sein.

Weiterhin beschloss der Rehborner Gemeinderat mit Mehrheit, den kommunalen Wald nicht privat zu verpachten, sondern beim Forstamt zu belassen. Ein Privatunternehmen, das schon den Wald einiger umliegender Gemeinden bewirtschaftet, trug sein Modell der Nutzung vor und unterbreitete ein Pachtangebot. Dem stellte Revierförster Stefan Gesse die Zahlen der Verwaltung über die reinen Bewirtschaftungskosten gegenüber. Durch eine Neuorganisation im Forstamt sind weitere Einsparungen in Aussicht. Schon seit vergangenem Jahr erhält die Gemeinde für ein Waldstück eine Pacht, was das Minus im Normalfall drückt.