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Maienberg wird freigestellt

Wie soll der Maienberg mit seinen neun verschiedenen Orchideen-Arten künftig aussehen? Was muss gemacht werden, um den Lebensraum der sonst seltenen Pflanzen zu gestalten? Wie erhält man die Wege mit den uralten Weinbergsmauern, damit Naturfreunde die Pflanzen ebenso bewundern können wie auch Schlangen und Eidechsen, die dort ihren Lebensraum haben?Gem 2013 Naturlehrpfad Besichtigung

Wenn die 13 Windkraftanlagen auf der Lettweilerer Höhe demnächst errichtet werden, muss deren Betreiber Juwi für die nächsten 25 Jahre einen Ausgleich für die Umwelt leisten. Die Gemeinde hat hierfür vorrangig den Maienberg bestimmt. (Siehe nachfolgenden Artikel „Naturausgleich für Windkraft“.)

Drei Stunden lang gingen ein Vertreter der Unteren Landespflege der Kreisverwaltung und Mitarbeiter eines Büros für Landschaftsökologie den Naturlehrpfad ab, kletterten über die Mauern in die verdornten Wiesen. Trotz des Überwuches sind jetzt dicht an dicht die Blätter der Orchideen zu sehen, der Blüten in einigen Wochen das Bild des Maienberges prägen werden.

Im Bereich der Orchideen sind die alten Mauern unerwartet in relativ gutem Zustand. Dennoch muss repariert und an einigen wenigen Stellen neu aufgebaut werden. Dabei werden auch die Ein-Mann-Unterstände, ein Witterungsschutz, als typischer Bestandteil der Mauern erhalten.

Die aufwachsenden Brombeerhecken werden auf mehreren Hektar Fläche entfernt; auch einige Bäume werden speziell im Bereich der Mauern zu deren Schutz gefällt.

Die vorgesehenen Maßnahmen können wegen der beginnenden Vegetationszeit erst im Oktober angegangen werden.

Für die Beseitigung des Felsabbruchs, der zur Sperrung eines Teilbereichs des Naturlehrpfades führte, gibt es Ideen aber leider noch keine konkrete Lösung. Auch die Frage, wie der Giebel erhalten oder gar das ganze alte Weinbergshäuschen im Maienberg saniert werden kann, ist noch nicht gelöst.

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Naturausgleich für Windkraft

Drei „letzte große Beschlüsse” zum Thema Windkraft musste der Rehborner Gemeinderat am Dienstagabend fassen, die allesamt einstimmig erfolgten.

Im vorangestellten, nicht öffentlichen Teil wurde einem Vertrag zugestimmt, der im Detail die Ausgleichsmaßnahmen für die künftigen Rehborner Windkraftanlagen auf der Lettweilerer Höhe beschreibt. So muss für eine Rodung in der Nähe ein entsprechendes Stück aufgeforstet werden. Zwischen Gemeinde, Forst und Unterer Landespflege wurde ausgehandelt, dass der Windkraftbetreiber Juwi in den nächsten 25 Jahren die Orchideenwiesen im Maienberg pflegt.

Im nachfolgenden, öffentlichen Sitzungsteil stimmte der Rat einhellig dem Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde zu.

Nur noch im kleinen Kreis, die Mehrzahl der Ratsmitglieder durfte wegen Sonderinteresses nicht an der Beratung teilnehmen, beschloss der Gemeinderat den Bebauungsplan für 13 Windkraftanlagen auf der Lettweilerer Höhe. Planer Dieter Gründonner vom Büro Gutschker und Dongus trug hierzu 20 Seiten Text mit Ergänzungen, Bedenken und Einwänden von Behörden und Naturschutzvereinen vor, die der Rat einzelnd besprach und darüber beschloss. So müssen sich beispielsweise die Windräder abschalten, wenn die Kraniche ziehen oder Fledermäuse unterwegs sind. Auch müssen die Windflügel automatisch stehen bleiben, wenn bestimmte Lärmpegel überschritten werden oder Schattenwurf stört.

Einwände von Bürgern gegen den Bebauungsplan gab es nicht.

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Weinwiesenhäuschen hat ein neues Dach

Gem_2013_Weinwieserhuschen_DachFünf, sechs Paar zupackender Hände, anderhalbTage Arbeitszeit – jetzt hat die Wanderhütte im romantischen Weinwiesental endlich ein neues Dach. Nach mehr als 40 Jahren hatte an vielen der Ziegel der Zahn der Zeit genagt: Sie waren kaputt, Regenwasser tropfte ins Gebälk der Schutzhütte.

Der Förderverein Pro Robura und der SPD-Ortsverein sprangen mit finanziellen Mitteln ein, weil die Gemeinde das Geld für die Reparatur nicht aufbringen konnte. Um zu sparen, wurden sogar die Schutzbleche per Hand gebogen.

Am Freitag wurde ein Gerüst gestellt. Am Samstagfrüh wurde abgedeckt, eine Plane aufgebracht, neu gelattet und schließlich die Ziegel verlegt. Am Nachmittag war das Projekt bis auf kleine Restarbeiten abgeschlossen.

Die Dacharbeiter wollen über Ostern ihr gelungenes Werk am Weinwieserhäuschen feiern. Die Gemeinde sagt Dankeschön für den Einsatz!

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WEA-Wege bereits eingemessen

In der jüngsten Sitzung des Rehborner Gemeinderates gab es in Sachen Windenergieanlagen (WEA) neben Infos über die neuesten Richtlinien auf Bundes- und Landesebene einen aktuellen Sachstandsbericht von Ortsbürgermeister Thomas Link und auch Vertretern der Firma JUWI.

In der nächsten Ratssitzung am 26. März wird abschließend über den Bebauungsplan beraten. Danach rechnet man im April mit der baurechtlichen Genehmigung der 13 WEA auf Rehborner Gemarkung (Lettweiler Höhe).

Im Gebiet wurden bereits Rodungsarbeiten vorgenommen und die künftige Wegetrasse zwischen den Windmühlen abgesteckt.

In der Schwebe seien noch zwei weitere Anlagen im „südlichen Finger“, was aber abhängig sei vom künftigen Landesentwicklungsplan, der sich in der Abstimmungsphase befindet.

Eine Entscheidung über die Neuan- und Verlegung des Fußweges von der Obergasse zum Spielplatz in der Ringstraße wurde vertagt. Obwohl die Arbeiten von einem Anlieger in Eigenleistung ausgeführt werden sollen und die Gemeinde nur das Material und die Treppenerneuerung zu zahlen hätte, erschien dem Rat die Kostenaufstellung der Verbandsgemeinde als zu hoch. Der Rat will sich vor seiner nächsten Sitzung den Weg ansehen. Der Durchgang ist seit einiger Zeit gesperrt, weil die Treppe nicht verkehrssicher ist.

An der Glanbrücke zum Bahnhof (die Straße ist eine Kreisstraße) war ein Stück Stützmauer herausgebrochen. Dieser Schaden wurde zwar kurzfristig vom LBM behoben, jedoch befürchtet die Gemeinde, dass noch an weiteren Stellen mit Schäden gerechnet werden müsse. Darauf soll der LBM hingewiesen werden. Denn für die Landwirtschaft ist diese Brücke unentbehrlich, weil die denkmalgeschützte „Steinerne Brücke“ nur mit geringen Lasten befahren werden kann. Die Nichtbenutzbarkeit der Brücke zum Bahnhof wäre fatal, weil dann keine Glan-Querung mehr für die Landwirtschaft vorhanden wäre. Text: Klaus Merscher

(Siehe auch Text: „Bald LED-Lampen“)

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Rehborn in ganz vielen, wunderbaren Bildern

VBW_2013_Rehborn-DVDMit 30 Minuten Verzögerung begann am Freitag die Uraufführung des Films „Rehborn – unsere Heimat im Nordpfälzer Bergland“. Im Saal Weinsheimer und davor drängten sich so viele Zuschauer, dass alle möglichen Sitzgelegenheiten herbeigeschafft wurden. Letztlich dürften es um die 150 Personen aus unserer Gemeinde und umliegenden Orten gewesen sein.

In kurzen, einführenden Worten berichtete Rainer Thielen, Vorsitzender des Rehborner Volksbildungswerkes, über die Entstehungsgeschichte des Films, der auch mit finanzieller Hilfe unseres Fördervereins Pro Robura und der "Luise Kopp"-Stiftung verwirklicht werden konnte. Die ersten bewegten Bilder, das Rehborn-Lied wird vom Frauenchor gesungen, reichen ins Jahr 1995 zurück. Fotos zeigen mehrfach das Einst, stellen es dem Heute gegenüber. Viele der Darsteller weilen nicht mehr unter uns. Ausführlich wird die Mühle Schmidt vorgestellt, Rehborner Bürger wie Pfarrer Kopp, die politisch Tätigen und natürlich die vielen Vereine unserer Gemeinde. Nicht zuletzt fließen immer wieder Aufnahmen unserer besonderen Tier- (ua. Glattnatter, Feuersalamander) und Pflanzenwelt (die neun Orchideenarten) ein.

Kurzum: Dem Sobernheimer Filmemacher Klaus Martin und seinen Mitstreitern, darunter Klaus Merscher, ist mit den 58 Minuten ein kurzweiliges, besonderes Werk über Rehborn gelungen, auf das wir stolz sein dürfen!

Die Startauflage des Films wurde am Prämiereabend restlos ausverkauft; Vorbestellungen können bei Klaus Merscher abgeholt werden.

Die DVD ist bei Rainer Thielen, Telefon 06753 / 2769, zum Preis von 16 €uro zu bestellen.