Drucken

Erster WEA-Turm wächst

Gem 2013 Windenergie WEA06 Turmbau 1

Die Aufbauarbeiten für den ersten Turm der 13 (oder später 15) Rehborner Winderergieanlagen haben begonnen. Am oberen Ende des Weinwiesentals, im sogenannten „Flürchen“, wurden auf das nur gut zwei Meter hohe Fundament der WEA 06 die ersten Halbschalen aus Beton aufgesetzt. Hierauf werden weitere, komplette Betonringe montiert. Diesen folgen Ringe aus Stahl, bevor schließlich in 137 Metern Höhe die Maschinengondel aufgesetzt wird. An der Gondel werden schließlich Nabe und die drei Flügel befestigt, die dann 199 Meter hoch in den Himmel ragen.

Zur Montage kommt zunächst der größte fahrbare Kran mit Straßenzulassung zum Einsatz. Später wird mit diesem Kran ein Großkran zusammengebaut, was alleine fünf Tage dauern soll. Dieser Kran kann auf Ketten nur wenige Meter vor- und rückwärts fahren, um erst die Gondel und danach die Nabe mit den angebauten Flügeln in Millimeterarbeit in die richtige Position zu bringen.

Drucken

Kerb 2013 mit schönem Umzug

„O’zapft is!“ Mit einem wuchtigen Hammerschlag beförderte Ortsbürgermeister Thomas Link den Zapfhahn ins Spundloch des ersten von drei zur Kerb gestifteten Freibier-Fässern. Mit dem schon traditionellen, freitäglichen Bayerischen Abend mit Grillhaxen und Live-Musik durch die „Alkophoniker“ des TV Rehborn nahm so die Kerb 2013 ihren Anfang.

Gem 2013 Kerb Miss

Fünf 5er-Mannschaften bewiesen in Wettspielen unter der Moderation von Stefanie Grimm ihre Fähigkeiten und Stärken beim Maßkrug stemmen, beim Melken, beim Schubkarrenrennen und Brezel-Weitwurf. Zur „Miss Dirndl 2013“ wurden Heike Maurer und zur „Mister Lederhose 2013“ Helmut Wückert gewählt.

Der Gottesdienst zur Kerb wurde am Samstagnachmittag von Pfarrerin Cornelia van Bentum im Festzelt abgehalten, bevor es dann an gleicher Stelle mit einer Plattenparty mit „Peters Musik-Express“ weiterging.

Beim Umzug am Sonntagnachmittag auf der neuen Route blieben die Teilnehmer vom Regen verschont. Einziger Wermutstropfen war, dass der Festzug immer wieder ins Stocken oder zum Stillstand kam und so die vielen Zuschauer am Straßenrand mal mehr oder weniger lang warten mussten. Dies hatte seinen Grund darin, dass der Zug zweimal die Hauptstraße kreuzte und dabei jeweils die Durchfahrt der Linienbusse abwarten musste.

Dem fröhlichen Treiben am Straßenrand machte dies jedoch keinen Abtrag, zumal sich die einzelnen Straßen was Ideen, Gestaltung und Kostüme anging, viel zu dem Thema „Yesterday – Die Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts“ einfallen ließen.

Beim Umzug vorweg fuhr wieder der Wappenwagen der Gemeinde. Das Blasorchester des TV Rehborn sorgte für die notwendige musikalische Unterhaltung, gefolgt von den am Kerwefreitag beim bayrischen Abend gekrönten „Miss Dirndl“ und „Mister Lederhose“ 2013.

Die 20er Jahre wurden von der Obergasse, Im Weiher und Am Bröckelsberg in bunten Kostümen dargestellt. „Die 30er Jahre Kultur – war Kino pur“ war das Motto der Hauptstraße mit vielen bekannten Filmen und heute noch bekannten Schauspielern.

Gem 2013 Kerb Hauptstrasse

Die Bergstraße zeigte das Leben der 60er Jahre mit der damaligen Jugend, Hippies, Motorradrockern, Beatles und der Mondlandung. Auch ein 56 Jahre alter, echter Rolls-Royce war mit von der Partie, ebenso wie eine Gruppe Kunstradfahrer aus Staudernheim.

Das Unterdorf besuchte in den 70er Jahren „Ilja Richters Disco“ und der Hüttenbach brachte Filme, Musik und Geschichte, wie den Fall der Berliner Mauer, der 80er Jahre in Erinnerung.

Die Straußjugend beschloss wieder den schönen Festzug, bevor es mit Blasmusik ins Festzelt auf den Turmplatz ging. Dort hielten Johanna Körper und Sabine Bernd die Kerweredd, wonach bis in die Abendstunden das DJ Double D die vielen Zeltbesucher mit Musik für jedermann unterhielt.

Am Kerwemontag gab es Frühschoppen im Festzelt mit Livemusik mit den Gigolos bis zum Abend.

Zur Beerdigung der Kerb am Dienstagabend kamen - sicherlich wegen des starken Regens - nur wenige „Trauerleute“ zum Treffpunkt in Ortsmitte. Nach kurzem Umzug wurde dann trotzdem zünftig mit Kranzkuchen, Kaffee und Schnaps in einem nahegelegen Gasthaus die Beerdigungsfeier mit dem offiziellen Ende des Volksfestes gefeiert.

Natürlich zeigten sich auch die Gasthäuser bei der Bewirtung ihrer Gäste bestens gerüstet. Und über das Kerwewochenende waren auch wieder der Weinstand und die Cocktailbar des Reitervereins präsent in der Ortsmitte.

Versteht sich von selbst, dass auch der „Vergnügungspark“ mit Olympiabahn, Schießbude, Süßwaren- und Losstände in der Ringstraße wieder die Herzen für groß und klein höher schlagen ließ.

Wenn auch das Wetter an den fünf Kerwetagen hätte besser sein können (an vier Tagen gab es mehr oder minder starke Regenschauer), konnten die Veranstalter - die Ortsgemeinde, der Jugendclub und der Fußballsportverein - mit dem Verlauf und auch dem Besuch mehr als zufrieden sein.Text/Fotos: Klaus Merscher

Drucken

„Rehborner Modell“ ist Vorzeigeprojekt

Die Firma Juwi hat heute eine Pressemitteilung zum Baubeginn der Rehborner Windenergieanlagen auf der Lettweilerer Höhe herausgegeben. Unter der Überschrift „Fairer Ausgleich zwischen Gemeinde und Flächeneigentümern dank „Rehborner Modell“ / Energiespezialist juwi saniert alte Weinbergsmauern zum Schutz seltener Wildorchideen“ wird das Millionen-€-Projekt beschrieben. Die Pressemitteilung ist im Internet abrufbar:

http://www.juwi.de/presse_termine/presse/detail/windpark_in_rehborn_wird_vorzeigeprojekt_fuer_den_gesamten_landkreis_bad_kreuznach.html

Drucken

KEF wird mit Wind bezahlt

Die Firma Juwi hat, wie Ortsbürgermeister Thomas Link die Ratsmitglieder informierte, Ende Juli die Baugenehmigungen für die 13 Windkraftanlagen auf der Rehborner Gemarkung erhalten. Damit stand einem Baubeginn für die Millioneninvestition nichts mehr im Wege. Vorab hatte die Firma Juwi bereits die Zufahrten zu den Standorten angelegt. Derzeit werden die Fundamente für die Anlagen betoniert, so dass mit Aufbau der ersten WEA, die noch in diesem Jahr an das Netz gehen sollen, in etwa 4 Wochen zu rechnen sei. Die Ratsmitglieder wollen die „Großbaustelle“ in den nächsten Tagen in Augenschein nehmen und sich über den Baufortschritt informieren.

WEA 2013 Windenergie Mond

Um die Bauge-nehmigungen für zwei weitere WEA zu erhalten, bedarf es noch der Änderung des Bebauungsplanes und eines Ziel-

abweichungs-verfahrens.

2012 hatte der Gemeinderat den Grundsatz-beschluss gefasst, am Kommunalen Entschul-dungsfond (KEF) des Landes teilzunehmen. Offen blieb damals allerdings noch die Frage, wie der Anteil der Gemeinde finanziert werden kann. Dieses Problem ist jetzt gelöst. Durch die Einnahmen aus den Windkraftanlagen ist der von der Gemeinde ab dem Jahr 2014 zu erbringende Anteil von jährlich rund 3300 Euro abgesichert, so dass auf eine Erhöhung von Gemeindesteuern oder auf Ausgabeneinsparungen verzichtet werden kann. In dem KEF-Programm hat die Gemeinde von den rund 128.000 Euro ein Drittel, also rund 42.000 Euro in 13 Jahren zu erbringen. Ein Drittel trägt das Land und das weitere Drittel wird über den Finanzausgleich abgedeckt. Die von VG-Sachbearbeiter Sven Wilhelmy erläuterte und mit dem Land abzuschließende Vereinbarung fand die einhellige Zustimmung des Gremiums.

Während des Urlaubs des Ortsbürgermeisters hatte es die Endabnahme der Baumaßnahmen am und um das Gemeindehaus in Ortsmitte gegeben. Ortsbeigeordneter Karl-Otto Dornbusch berichtete über das Ergebnis. Mängel bei den Pflasterarbeiten im Ortsmittelpunkt wurden nicht festgestellt.

Nicht so war es beim Außenputz und dem Fassadenanstrich an Gemeindehaus. Hier seien infolge von Salpeter, insbesondere im Sockelbereich, der Putz und auch der Anstrich teilweise schon abgeplatzt. Die Mängelbeseitigung im Rahmen der Gewährleistung würde jedoch nur eine begrenzte Zeit eine Verbesserung bringen, so die Ansicht der Baufachleute bei dem Ortstermin. Es wurden mehrere Alternativvorschläge zur Ausbesserung gemacht: vom Aufbringen eines speziellen Putzes (Kostenschätzung 5500 Euro, von denen 3500 Euro durch die Gemeinde aufzubringen wären) bis hin zur Freilegung des Bruchsteinmauerwerks. Für letztere Maßnahme soll noch ein Kostenanschlag von einem Fachbetrieb eingeholt werden, wonach dann vom Gemeinderat endgültig über die Ausführungsart entschieden werden wird.

Festgestellt und bemängelt wurde, dass einige Friedhofsbesucher ihren Grünabfall nicht an den dafür vorgesehenen Stellen entsorgen, sondern außerhalb des Friedhofs auf angrenzende Grundstücke werfen. Die Verursacher sollten auf die Einhaltung der Friedhofsordnung hingewiesen werden, so der Wunsch des Rates. klm