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Arbeit an Konzept

Gem 2019 Hochwasserkonzept

Wann der Glan nach Regen oder Schneeschmelze über die Ufer tritt, das kann man noch abschätzen. Wann allerdings Starkregen über oder am Rand von Rehborn niederprasselt, gleicht einer Lotterie um wenige Kilometer. Dennoch will und muss die Gemeinde auf Überflutungen vorbereitet sein.

Daher gab es nach einer Ortsbegehung im vergangenen Sommer und einer Versammlung Mitte November gestern Abend ein weiteres Treffen interessierter und betroffener Bürger im Gemeindehaus an der Linde. Volker Schaak und eine Kollegin vom Büro Monzel & Bernhard stellten ihre bereits gewonnenen Erkenntnisse über die Rehborner Schwachstellen vor. Zusammen mit den Anwesenden wurden diese besprochen und ergänzt, wobei kleinere Maßnahmen oberhalb des Friedhofes und am Weinwiesenbach bereits ausgeführt wurden, eine weitere am Hüttenbach beauftragt ist.

Zur weiteren Planung wird nochmals darum gebeten, Fotos und Aufzeichnungen über frühere Starkregen und deren Abflusswege bei Ortsbürgermeister Thomas Link abzugeben.

In einigen Wochen wird es eine weitere Versammlung geben, in der dann Vorschläge unterbreitet werden, was an neuralgischen Punkt wie „Auf dem Roth“ getan werden muss, um Wassermengen aus der Ortslage fernzuhalten.

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Jetzt 744 Rehborner Bürger

Per 31. Dezember 2018 zählte das Standesamt 744 Bürger (2017: 743; 2016: 749; 2015: 759) in Rehborn inklusive der 45 (42 / 44 / 45) Einwohner mit Nebenwohnsitz. Zum Jahresende 2014 zählten wir noch 782 Mitbürger.

Die Rehborner bewohnen 277 Haushalte (+ 1 / + 2 / - 4).

Es gibt 47 Kinder (+ 2 zu 2017) im Alter bis zu 9 Jahren, davon 17 (+4) bis zu 2 Jahren. 10-19 Jahre: 69 (- 1); 20-29: 54 (+ 1); 30-39: 78 (+ 9); 40-49: 72 (- 5); 50-59: 120 (- 5); 60-69: 124 (+ 4); 70-79: 74 (- 9); 80-89: 53 (+ 4); 90-99: 8 (- 2).

Im Jahr 2019 werden 5 (- 2) Kinder eingeschult. Im Jahr 2021 voraussichtlich: 6 (+ 1); 2022: 9; 2023: 3; 2024: 5.

513 (- 4) Rehborner sind evangelischen Glaubens, 88 (- 2) katholisch. Ohne religiöse Angabe sind 95 (+ 9) Personen.

Es gibt 386 Ehepaare (- 2), 218 (+ 7) ledige Personen, 56 (- 5) verwitwete und 39 (- 2) geschiedene Rehborner.

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Kaufvertrag unterschrieben

Gem 2018-11-29 Kauf Gemeindehaus

Heute Abend trafen sich Mitglieder des Presbyteriums und des Gemeinderates zur Unterzeichnung des Kaufvertrags über das Protestantische Gemeindehaus – damit kommt die frühere Rehborner Schule nach Jahrzehnten wieder zurück in das Eigentum der politischen Gemeinde.

Notar Richard Held war in das denkmalgeschützte Gebäude am Turnplatz gekommen, um den Vertrag vorzutragen. Unterzeichnet wurde schließlich von Dekan Dominke, Karl-August Christian und Karl-Heinz Kunz auf kirchlicher Seite und durch Ortsbürgermeister Thomas Link auf kommunaler Seite.

Stefan Dominke und Link dankten für die guten Verhandlungen mit gegenseitigen Zugeständnissen. Dazu gehört, dass die Kirche auch künftig einen Platz für ihre Arbeit und Angebote wie beispielsweise die Kleinkinder-Krabbel-Gruppe hat. Dekan wie Bürgermeister waren zuversichtlich, dass das Haus mit mehr Leben gefüllt werden kann.

Zum Abschluss der Zeremonie wurde mit Sekt angestoßen. Nicht vergessen wurde auch ein kurzer Besuch bei Jugendlichen im Keller – dort ist seit kurzer Zeit wieder der Jugendtreff geöffnet.

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Kriegsgräber-Sammlung 2018

Die Ratsmitglieder Lothar Gräff, Karl-Heinz Kunz und Mario Schwarz sowie Ortsbürgermeister Thomas Link waren in den vergangenen beiden Wochen für die Kriegsgräber-Sammlung in Rehborn unterwegs. Es kamen 726,50 €uro zusammen, die an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. überwiesen wurden. Allen Spendern ein herzliches Dankeschön!
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Volkstrauertag 2018

Ansprache des Ortsbürgermeisters

Nach mehrstündigem Marsch kamen wir in ein großes Zeltlager. [...]

Der Boden war Morast, innen war nichts, keine Decke, kein Brett, kein Stroh. Das war eines der vielen sogenannten Hungerlager direkt hinter der Front. [...]

Man konnte entweder stehen oder im Morast liegen, schlafen. [...]

Dreimal am Tag erhielt jedes Zelt eine große Schüssel voll Essen. Die Schüssel wurde auf die Erde gestellt, wir acht Mann mussten uns ringsherum auf den Bauch legen und aus der Schüssel schlürfen, wie Hunde.

Ein Textauszug aus Martin Feuchtwangers Erinnerungen „Zukunft ist ein blindes Spiel“ an den Ersten Weltkrieg.

Gem 2018 Friedhof Volkstrauertag

Der November 1918 steht für das Ende des Ersten Weltkrieges. In den 100 Jahren seitdem gab es einen weiteren Weltenkrieg, unzählige regionale und lokale Kriege. Auch heute, an diesem Volkstrauertag, wird gekämpft.

Jedes Jahr in der dunklen Zeit erinnern wir uns an einem Novembertag der Toten, die durch die Kriege und in ihnen den Tod erlitten haben. Diese Kriege wurden von Völkern – oder genauer: von Staaten und

ihren Regierungen gegeneinander geführt.

Über viele Jahre hinweg ist aus der Trauer um die Toten und aus ihrer Würdigung immer wieder das Bedürfnis entstanden, ihr Opfer auch dadurch zu ehren, dass man Gründe für die Rechtfertigung ihres

Todes vortrug. Damit hat man, bestimmt meistens nicht gewollt, auch die Gründe für die Kriege gerechtfertigt, denen sie zum Opfer gefallen sind.

Wir müssen uns der Wahrheit stellen, dass wir Leid und Opfer der Toten wegen ihrer Würde als Menschen ehren. Auch wenn sie in einem ungerechten und nicht zu rechtfertigenden Krieg gestorben sind. Ein aus heutiger Sicht sinnloses Opfer gebracht haben.

Dieser Gedanke – zu unterscheiden zwischen den Kriegstoten und dem subjektiven Sinn und der Verherrlichung der eigenen nationalen Sache – ist gedanklich und gefühlsmäßig nicht einfach.

Diese Unterscheidung ist aber notwendig, wenn wir Schlussfolgerungen zum Volkstrauertag ziehen, für die Zukunft sinnlose Kriegsopfer vermeiden wollen.

Oft wurden und werden historische Ansprüche auf Länder und Reichtümer oder missionarische politische Ziele, angeblich unverzichtbare nationale Interessen oder sogenannte Überlebensinteressen ins Feld geführt. Mit historischem Abstand betrachtet, trafen diese Ansprüche nur in den allerseltensten Fällen zu.

Ein anderer Aspekt: Auch in diesem Moment werden Handelskriege um die Weltwirtschaft geführt. Ein Krieg nicht direkt mit Waffen – aber doch entwürdigen und oft tödlich. Zwei deutsche Beispiele hat mir vor ein paar Tagen erst der Friedensforscher Clemens Ronnefeldt vom Versöhnungsbund erklärt.

Wir Deutschen essen gerne Hähnchen, gehören deshalb zu den weltgrößten Produzenten. Allein mit den Füßen können wir nichts anfangen – sie sind bei uns Abfall. Also werden die Hühnerfüße nach Nigeria exportiert, wo sie eine Delikatesse sind. Die Folge: Die kleinen Züchter des afrikanischen Landes werden arbeitslos, können ihre Familien nicht mehr ernähren.

Wir Deutschen sammeln Altkleider, haben dabei meist einen guten Zweck vor Augen. Aber: Diese billigen Kleider landen ebenfalls in Nigeria, entziehen den alteingesessenen kleinen Webereien und familiären Nähereien die Lebensgrundlage. Die Menschen ziehen in die Slums der Städte, müssen dort von Abfällen ihrer Eliten leben. Wer kann, der flüchtet durch die Wüste und übers Mittelmeer – und kommt vielleicht letztlich als Flüchtling zurück zu uns.

Leider hat es in den vergangenen Jahren weltweit in der Folge der Banken- und der Wirtschaftskrise eine Renaissance von nationalen Vorurteilen gegeben. Auch bei uns in Deutschland sind Selbstherrlichkeit und Überlegenheitsdünkel wiedererstanden.

Die, die das vorangetrieben oder nahegelegt haben, sind der historischen Versuchung erlegen, den Wert von Menschen und anderen Ländern nicht an ihrem demokratischen Wertebewusstsein, an ihrer Kultur, an ihrem Freiheitswillen oder ihrer Kreativität zu messen, sondern einfach nur an ihrer wirtschaftlichen Effizienz. Der üble Gedanke der Vorherrschaft über „die Anderen“ wird bei manchen Menschen wieder hoffähig.

Der Volkstrauertag gibt uns einen Anstoß, diesen Irrweg wieder zu verlassen im Sinne der Maxime, die Immanuel Kant für den Gemeinsinn formuliert hat:

Uns jederzeit an die Stelle der anderen zu setzen, um ihnen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Oder einfacher ausgedrückt: Einen Weg in den Schuhen des Anderen gehen!