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Seltene Bäume für Käfer-Wald

Im Weinwiesental, oberhalb des Wanderparkplatzes, besitzt die Gemeinde Rehborn ein großes Waldgrundstück, das mit Fichten bewachsen ist. Diese sind jedoch teilweise vom Borkenkäfer befallen – erkennbar durch rote Nadeln – und müssen schnell entfernt werden, damit nicht weitere Bäume vom Käfer befallen werden. Das Fällen und Wiederaufforsten müsste die Gemeinde bezahlen.

Gem 2017 Rat Waldbegehung

Die stellvertretende Leiterin des Forstamts Bad Sobernheim, Carmen Barth, und Revierförster Stefan Gesse trafen sich am Samstag mit Gemeinderatsmitgliedern im Weinwiesental, um eine bereits von Ortsbürgermeister Thomas Link und den Beigeordneten abgesegnete Maßnahme zu erläutern. Denn im Rahmen des Baus der Windräder ist eine letzte Ausgleichsmaßnahme durch den Windenergieprojektierer JUWI notwendig.

Stefan Gesse hatte die Idee, Teile des Waldstücks an JUWI zu verpachten und zu verpflichten, das Käferholz zu entfernen und dafür „Klumpen“ mit je 25 Buchensprösslingen anzulegen. Das betrifft eine Fläche von 2000 Quadratmetern mit dann 80 Klumpen. Diese müssen eingezäunt und gepflegt werden, bis der stärkste Baum des Klumpens mindesten 1,5 Meter hoch ist. Die Kosten dafür trägt JUWI, zugleich muss die Wörrstädter Firma auf 25 Jahre eine Pacht in die Gemeinde entrichten, die in einen hohen fünfstelligen Bereich geht. Diese Pacht mindert damit das Haushaltsdefizit im Wald.

Bezüglich der Klumpen regte der Ortsbürgermeister an, nicht nur auf Buchen zu setzen. Vielmehr sollten auch standorttypische, aber seltene Baumarten gepflanzt werden. Wie beispielsweise die Elsbeere, der Speierling, die Weißtanne und Wildbirnen am Waldrand. So würde man zum Erhalt der Baumarten beitragen. Zu erwarten sei auch, dass die fällreifen Bäume in etwa fünf Generationen einen hohen Preis erzielen könnten. Stefan Gesse wird einen entsprechenden Pflanzplan erarbeiten.

Weiterer Punkt der Wald-Ratssitzung war das Forsteinrichtungswerk für den Rehborner Gemeindewald. Dazu wird ein Gutachten über den Ist-Zustandes im Wald erstellt, wonach dann die Planung für die nächsten zehn Jahre ausgerichtet wird. Der Rat beschloss einstimmig, die Landesforsten mit der Planung zu beauftragen, zumal dies für die Gemeinde kostenlos ist. Eine Vergabe in die freie Wirtschaft wäre auch möglich, dann aber mit Kosten für die Gemeinde verbunden gewesen.

Ausgiebig besprochen wurde mit Carmen Barth und Stefan Gesse der Punkt „Verpachtung des Gemeindewaldes an ein Unternehmen“, das dann den Wald bewirtschaften würde. Auch wenn die Gemeinde Schweinschied den Schritt in die Verpachtung gewagt hat, sehen die Ratsmitglieder diesen Schritt skeptisch. Nach dieser Vorinformation wird es zu diesem Punkt eine Ratssitzung geben.

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Gras für große Lücken

Gem 2017 Friedhof neuer Rasen

Auf dem Rehborner Friedhof sind einige große Lücken entstanden, nachdem die Ruhezeit vieler Gräber abgelaufen und diese eingeebnet worden waren. Bisher waren die freien Flächen mit Split versehen. Durch die kleinen Steine spross jedoch das Unkraut, dem mit biologischem Spritzmittel und auch durch Abflämmen nicht Herr zu werden war.

Deshalb wurden die Freiflächen jetzt von den beiden Gemeindearbeitern mit ein wenig Mutterboden aufgefüllt und Grassamen ausgebracht. Der entstehende Rasen lässt sich künftig einfach mähen und ergibt ein sauberes Bild.

Das neu angelegte Grabfeld ist fertig gebaut; es fehlt noch die Bepflanzung.

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Rehborner fahren E-Mobil

Gem 2017 Energiespartag ZoeAm vergangenen Samstag gab es den ersten Rehborner Energiespartag. Etwa 35 Personen folgten der Einladung von Gemeinderat und Arbeitsgruppe Demografie ins Gemeindehaus an der Linde.

Eine der Attraktionen war eine Zoe, ein Elektroauto von Renault, das der Carsharer E-Wald für Probefahrten zur Verfügung gestellt hatte. Das Fahrzeug ist als eines von mehreren in Bad Kreuznach stationiert; der Ortsbürgermeister nutzt es öfter für berufliche Reisen. E-Wald ist seit 2011 ein ursprünglich auch kommunales Projekt mit Sitz in Teisnach, das den umweltfreundlichen Tourismus im Bayerischen Wald fördern sollte. Heute ist E-Wald der größte E-Carsharer in Deutschland und weiterhin kommunal verwurzelt.

Viele Rehborner wollten wissen, was der Kleinwagen alles kann, wobei immer wieder die Reichweite und das Laden im Mittelpunkt standen. Die Probemitfahrten wurden gerne angenommen. Vier Rehborner trauten sich selbst hinter das Lenkrad, unternahmen Fahrten zum Odernheimer Kreisel und dem Meisenheimer Aldi. Alle Insassen staunten über die unerwartet schnelle Beschleunigung des Elektromobils und darüber, dass der Wagen beim Bremsen neue Energie für weitere Kilometer zurückgewinnt.

Zwei Rehbornerinnen regten an, dass in der Gemeinde ein solches Carsharing-Auto stationiert sein sollte zum Mieten und für soziale Einsätze. Ein Rehborner denkt ganz konkret über den baldigen Kauf einer Zoe mit 400 Kilometern Reichweite nach; eine Familie testet vor einer Kaufentscheidung E-Mobile verschiedener Hersteller aus.

Homepage des Carsharers Wald: www.e-wald.eu

Buchen der vier in Bad Kreuznach stationierten Renault E-Wald-Zoe:

 http://www.stadtwerke-kh.de/online-services/nahemobil.html

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Strom für 2-Personen-Haushalt gespart

Gem 2017 Energietag Glühlampen

Am vergangenen Samstag gab es den ersten Rehborner Energiespartag. Etwa 35 Personen folgten der Einladung von Gemeinderat und Arbeitsgruppe Demografie ins Gemeindehaus an der Linde.

Neben den Vorträgen von Thomas Kruse (Dorferneuerung) und Simon Haas (Energiesparen) war ein Höhepunkt der kurzweiligen gut 60 Minuten die Aktion Glüh- bzw. Halogenlampen gegen LED tauschen. Zwei Mitarbeiterinnen des Meisenheimer Möbel Martin hatten eine große Auswahl LED mitgebracht und berieten beim Tausch.
Insgesamt wurden 54 Glüh- bzw. Halogenlampen ins Gemeindehaus gebracht. Deren Stromverbrauch summiert sich auf stündliche 2,58 Kilowatt. Getauscht gegen die 5,8 Watt LED ergibt sich eine Ersparnis von 2,26 kWh.
Bei einer angenommenen täglichen Brenndauer von 3 Stunden sparen die LED 2477 Kilowattstunden im Jahr ein – das entspricht grob gerechnet dem jährlichen Stromverbrauch eines Zwei-Personen-Haushaltes im Mehrfamilienhaus.