Drucken

Kaufvertrag unterschrieben

Gem 2018-11-29 Kauf Gemeindehaus

Heute Abend trafen sich Mitglieder des Presbyteriums und des Gemeinderates zur Unterzeichnung des Kaufvertrags über das Protestantische Gemeindehaus – damit kommt die frühere Rehborner Schule nach Jahrzehnten wieder zurück in das Eigentum der politischen Gemeinde.

Notar Richard Held war in das denkmalgeschützte Gebäude am Turnplatz gekommen, um den Vertrag vorzutragen. Unterzeichnet wurde schließlich von Dekan Dominke, Karl-August Christian und Karl-Heinz Kunz auf kirchlicher Seite und durch Ortsbürgermeister Thomas Link auf kommunaler Seite.

Stefan Dominke und Link dankten für die guten Verhandlungen mit gegenseitigen Zugeständnissen. Dazu gehört, dass die Kirche auch künftig einen Platz für ihre Arbeit und Angebote wie beispielsweise die Kleinkinder-Krabbel-Gruppe hat. Dekan wie Bürgermeister waren zuversichtlich, dass das Haus mit mehr Leben gefüllt werden kann.

Zum Abschluss der Zeremonie wurde mit Sekt angestoßen. Nicht vergessen wurde auch ein kurzer Besuch bei Jugendlichen im Keller – dort ist seit kurzer Zeit wieder der Jugendtreff geöffnet.

Drucken

Kriegsgräber-Sammlung 2018

Die Ratsmitglieder Lothar Gräff, Karl-Heinz Kunz und Mario Schwarz sowie Ortsbürgermeister Thomas Link waren in den vergangenen beiden Wochen für die Kriegsgräber-Sammlung in Rehborn unterwegs. Es kamen 726,50 €uro zusammen, die an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. überwiesen wurden. Allen Spendern ein herzliches Dankeschön!
Drucken

Volkstrauertag 2018

Ansprache des Ortsbürgermeisters

Nach mehrstündigem Marsch kamen wir in ein großes Zeltlager. [...]

Der Boden war Morast, innen war nichts, keine Decke, kein Brett, kein Stroh. Das war eines der vielen sogenannten Hungerlager direkt hinter der Front. [...]

Man konnte entweder stehen oder im Morast liegen, schlafen. [...]

Dreimal am Tag erhielt jedes Zelt eine große Schüssel voll Essen. Die Schüssel wurde auf die Erde gestellt, wir acht Mann mussten uns ringsherum auf den Bauch legen und aus der Schüssel schlürfen, wie Hunde.

Ein Textauszug aus Martin Feuchtwangers Erinnerungen „Zukunft ist ein blindes Spiel“ an den Ersten Weltkrieg.

Gem 2018 Friedhof Volkstrauertag

Der November 1918 steht für das Ende des Ersten Weltkrieges. In den 100 Jahren seitdem gab es einen weiteren Weltenkrieg, unzählige regionale und lokale Kriege. Auch heute, an diesem Volkstrauertag, wird gekämpft.

Jedes Jahr in der dunklen Zeit erinnern wir uns an einem Novembertag der Toten, die durch die Kriege und in ihnen den Tod erlitten haben. Diese Kriege wurden von Völkern – oder genauer: von Staaten und

ihren Regierungen gegeneinander geführt.

Über viele Jahre hinweg ist aus der Trauer um die Toten und aus ihrer Würdigung immer wieder das Bedürfnis entstanden, ihr Opfer auch dadurch zu ehren, dass man Gründe für die Rechtfertigung ihres

Todes vortrug. Damit hat man, bestimmt meistens nicht gewollt, auch die Gründe für die Kriege gerechtfertigt, denen sie zum Opfer gefallen sind.

Wir müssen uns der Wahrheit stellen, dass wir Leid und Opfer der Toten wegen ihrer Würde als Menschen ehren. Auch wenn sie in einem ungerechten und nicht zu rechtfertigenden Krieg gestorben sind. Ein aus heutiger Sicht sinnloses Opfer gebracht haben.

Dieser Gedanke – zu unterscheiden zwischen den Kriegstoten und dem subjektiven Sinn und der Verherrlichung der eigenen nationalen Sache – ist gedanklich und gefühlsmäßig nicht einfach.

Diese Unterscheidung ist aber notwendig, wenn wir Schlussfolgerungen zum Volkstrauertag ziehen, für die Zukunft sinnlose Kriegsopfer vermeiden wollen.

Oft wurden und werden historische Ansprüche auf Länder und Reichtümer oder missionarische politische Ziele, angeblich unverzichtbare nationale Interessen oder sogenannte Überlebensinteressen ins Feld geführt. Mit historischem Abstand betrachtet, trafen diese Ansprüche nur in den allerseltensten Fällen zu.

Ein anderer Aspekt: Auch in diesem Moment werden Handelskriege um die Weltwirtschaft geführt. Ein Krieg nicht direkt mit Waffen – aber doch entwürdigen und oft tödlich. Zwei deutsche Beispiele hat mir vor ein paar Tagen erst der Friedensforscher Clemens Ronnefeldt vom Versöhnungsbund erklärt.

Wir Deutschen essen gerne Hähnchen, gehören deshalb zu den weltgrößten Produzenten. Allein mit den Füßen können wir nichts anfangen – sie sind bei uns Abfall. Also werden die Hühnerfüße nach Nigeria exportiert, wo sie eine Delikatesse sind. Die Folge: Die kleinen Züchter des afrikanischen Landes werden arbeitslos, können ihre Familien nicht mehr ernähren.

Wir Deutschen sammeln Altkleider, haben dabei meist einen guten Zweck vor Augen. Aber: Diese billigen Kleider landen ebenfalls in Nigeria, entziehen den alteingesessenen kleinen Webereien und familiären Nähereien die Lebensgrundlage. Die Menschen ziehen in die Slums der Städte, müssen dort von Abfällen ihrer Eliten leben. Wer kann, der flüchtet durch die Wüste und übers Mittelmeer – und kommt vielleicht letztlich als Flüchtling zurück zu uns.

Leider hat es in den vergangenen Jahren weltweit in der Folge der Banken- und der Wirtschaftskrise eine Renaissance von nationalen Vorurteilen gegeben. Auch bei uns in Deutschland sind Selbstherrlichkeit und Überlegenheitsdünkel wiedererstanden.

Die, die das vorangetrieben oder nahegelegt haben, sind der historischen Versuchung erlegen, den Wert von Menschen und anderen Ländern nicht an ihrem demokratischen Wertebewusstsein, an ihrer Kultur, an ihrem Freiheitswillen oder ihrer Kreativität zu messen, sondern einfach nur an ihrer wirtschaftlichen Effizienz. Der üble Gedanke der Vorherrschaft über „die Anderen“ wird bei manchen Menschen wieder hoffähig.

Der Volkstrauertag gibt uns einen Anstoß, diesen Irrweg wieder zu verlassen im Sinne der Maxime, die Immanuel Kant für den Gemeinsinn formuliert hat:

Uns jederzeit an die Stelle der anderen zu setzen, um ihnen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Oder einfacher ausgedrückt: Einen Weg in den Schuhen des Anderen gehen!

Drucken

Jugendraum öffnet neu

Acht Rehborner Jugendliche trafen sich am Donnerstag mit Ortsbürgermeister Thomas Link und Ratsmitglied Mario Schwarz, auf dessen Anregung im Gemeinderat der Jugendraum im Protestantischen Gemeindehaus kurzfristig wieder eröffnet wird.

Gem 2018 Jugendraum 1. Treffen

Die politische Gemeinde wird in Kürze den Kaufvertrag mit der Kirchengemeinde unterschreiben. Um den jungen Rehbornern in der dunklen Jahreszeit einen Treffpunkt zu geben, wurde der Wiedereröffnung des Jugendraums durch die Ortsgemeinde zugestimmt.

In Rehborn gibt es viele Jugendliche aus unserer Gemeinde, die den Raum nutzen möchten. Schwarz und Link erklärten einige grundsätzliche „no go’s“ – zum Beispiel das Trinken von Schnaps oder das Rauchen. Auch müssen die Nutzer mindestens 14 Jahre alt sein. Die Öffnungszeiten wurden festgelegt auf: unter der Woche bis längstens 22:30 Uhr und freitags wie samstags bis 0:30 Uhr. Vor dem Gebäude darf es keinen Lärm geben. Jugendliche aus Nachbarorten sind nicht zugelassen. Ansprechpartner sind Mario Schwarz, der in der Regel den Schlüssel hat, und Thomas Link.

Nach rund 30 Minuten verabschiedeten sich die beiden Senioren. Denn weitere Regeln sollten sich die Jugendlichen selbst geben. In ein paar Minuten kamen elf Punkte beisammen, die sie beachten wollen. So wurde eine WhatsApp-Gruppe gegründet, in die auch die Ansprechpartner eingebunden sind. Als nächste Handlung wurde ein Staubsauger aus der Nachbarschaft geholt, um den Raum zu putzen.

Drucken

Schneller schnelles Internet

In der Internetversorgung zählt Rehborn zu den sogenannten NULL-Gemeinden. Das bedeutet, dass unsere Kommune schon recht gut versorgt und eine schnellere Datenleitung nicht vor Sommer 2020 bekommen soll. Für den Bau eines Glasfaseranschlusses ist für Rehborn ausschließlich die Firma Pfalzconnect verantwortlich.

Gem 2018 Glasfaser 01

„Zufällig“ hat es sich ergeben, dass auf der anderen Glanseite eine Glasfaserleitung der RWE „gefunden“ wurde, die Pfalzconnect nutzen kann. Da für den Löllbacher Telefon- und Internetanbieter gerade eine Kabel-Verlegemaschine in der Nähe ist, bot der Provider an, kurzfristig eine Verbindung zwischen Bahnlinie und dem Verteiler (KVZ) am Ortsausgang nach Meisenheim zu schaffen. Dafür wird im ersten Schritt ein Weg der Gemeinde „Am Petersfeldchen“ benötigt, in den das Kabel eingefräst wird. Ein weiterer Schritt wird das Unterbohren von Grundstücken und des Glans sein, für das noch das Einverständnis zweier Grundeigentümer eingeholt werden muss. Ein weiterer Anlieger hat bereits spontan zugesagt.

VG-Bürgermeister Kron und Ortsbürgermeister Thomas Link trafen sich heute Nachmittag mit Mitgliedern des Gemeinderates und des Bauausschusses vor Ort, um die Modalitäten des Eilbeschlusses zu besprechen. Statt der bisherigen langsamen Pfalzconnect-Funk-Internetverbindung wird es künftig eine durchgehende Glasfaserverbindung zwischen einem Haupt-Internetknoten in Frankfurt und vorerst diesem KVZ am Ortseingang geben. Ab dort werden vorerst weiter die Kupferdrähte der Telekom genutzt.

In der Folge werden nahe dieses KVZ bis zu 100 Mbps statt der bisherigen 16 Mbps möglich. Mit wachsender Entfernung zum KVZ sinkt die Schnelligkeit des Datentransports ab, wird aber noch immer wesentlich höher als derzeit liegen. Trotzdem ist vorgesehen, auch die beiden anderen KVZ in Rehborn mit Glasfaser anzusteuern und die Lichtleiter weiterhin dann in jedes Haus zu verlegen. Das wird allerdings noch ein wenig dauern.

Den Ratsmitgliedern ist es wichtig, dass auch andere Internetanbieter die Pfalzconnect-Kabel nutzen können. Die Firma hat gegenüber dem Ortsbürgermeister zugesagt, dass sie für den Turnplatz offenes WLAN ähnlich dem am Gemeindehaus an der Linde zur Verfügung stellt.